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Notruf

Helfer vor Ort

Bild: M. Boden

Im geschichtlichen Rückblick zeigt sich, daß die Rotkreuzgemeinschaften bis in die 60er-Jahre in örtliche Hilfesysteme integriert waren. Die Rotkreuzler vor Ort wurden häufig zu Notfällen gerufen, um die Erstversorgung und oftmals auch den Transport der Verletzten und Erkrankten zu übernehmen. Viele Rettungswachen, so auch die in Stetten a.k.M., sind aus solchen örtlichen Strukturen entstanden. Auch die DRK-Unfallhilfsstellen seien in diesem historischen Zusammenhang erwähnt.
„Helfer-vor-Ort“-Systeme sind also keine Initiative unserer 90er-Jahre. Sie sind im Roten Kreuz traditionell verwurzelt. Diese örtlichen Hilfeleistungen sind nur in der Aufbauphase des modernen Rettungsdienstes in den 70er und 80er Jahren verdrängt worden. Die durch die Professionalität gestiegenen Anforderung an die Einsatzbereitschaft und die nunmehr erforderliche Ausbildung führten zu einer strikten Trennung des organisierten Rettungsdienstes und der örtlichen Bereitschaften.

Warum Helfer vor Ort?

Mit dem Eingang eines Notrufes in der Rettungsleitstelle läuft die gesetzliche Hilfsfrist an. Das Rettungsmittel soll in 10 und muss in 15 Minuten die Notfallstelle erreicht haben (RDG Baden-Württemberg, § 3. Abs.2). In der Notfallmedizin ist es unstrittig, dass viele Notfallpatienten nach 10 oder 15 Minuten bleibend geschädigt sind oder keine Überlebenschance haben, wenn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes keine Hilfe in anderer Form erfolgt.

Das Deutsche Rote Kreuz ist in Baden-Württemberg mit seinen Rotkreuz-Bereitschaften weitgehend flächendeckend präsent. Die Mitglieder der Bereitschaften sind aufgrund ihres umfassenden Engagements im Sanitätsdienst und der daraus resultierenden Erfahrung geradezu prädestiniert, diese organisierte Hilfe zu übernehmen.

 

Dieses Video, dass die Kameraden des DRK Reihen produziert und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben, veranschaulicht mit einem kleinen Augenzwinkern das System des Helfers vor Ort.

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Helfer vor Ort-Standorte

HvO Beuron, Bild: M. Boden

Seit November 2003 besteht der HvO-Standort Beuron. Nach Beuron benötigen die Fahrzeuge des regulären Rettungsdienstes relativ viel Zeit. Um im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens und somit die sogenannte therapiefreie Zeit im Sinne des Notfallpatienten zu überbrücken, wird der Helfer vor Ort Beuron stets mitalarmiert, wenn sich ein Rettungsfahrzeug mit Sondersignal auf Anfahrt befindet. Der "Rotkreuz Sigmaringen 52/49" kann damit dem Patienten bereits bis zu 10 min früher helfen.
Der Standort Beuron deckt das Gebiet um Beuron, etwa vom Bereich "Kohlplatte" bis Langenbrunn ab.

HvO Stetten a.k.M., Bild: M. Boden

Der Helfer vor Ort in Stetten a.k.M. ist seit Dezember 2007 in Dienst. Im Gegensatz zu Beuron wird dieser jedoch nur alarmiert, wenn das in Stettener Rettungsfahrzeug bereits anderweitig gebunden ist und ein Fahrzeug eines weiter entfernten Rettungsdienststützpunktes mit Sondersignal nachrückt. Bei bestimmten Notfällen, wie Brandalarm oder Unfällen mit mehreren Verletzten, wird der HvO Stetten jedoch paralell zum Rettungsdienst alarmiert. Desweiteren kommt der HvO im Hausnotrufdienst zum Einsatz
Der Zuständigkeitsbereich des Standortes Stetten a.k.M. erstreckt sich auf die Gesamtgemeinden Stetten a.k.M. und Schwenningen sowie auf die Beuroner Ortsteile Hausen i.T., Neidingen und Thiergarten. Für den Hausnotrufdienst wird auch noch Oberschmeien bedient.

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