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1905 - 1914

Die freiwillige Sanitätskolonne Stetten a.k.M. wurde am 22. Oktober 1905 gegründet.

Vorausging im Dezember 1904 eine Besprechung, an welcher der in Stetten a.k.M. wohnhafte Hausarzt Dr. med. Sartori, der damalige amtierende Bürgermeister von Stetten a.k.M. Viktor Sieber, sowie Bürgermeister Löffler von der ehemaligen Gemeinde Nusplingen und der Feuerwehrkommandant teilnahmen. Da Dr. med. Sartori aus beruflichen Gründen als Kolonnenarzt nicht sofort zur Verfugung stand, verschob man zunächst die Gründungsversammlung; der Anstoß hierfür war jedoch getan. Sowohl Bürgermeister Sieber als auch Dr. med. Sartori und nicht zuletzt das Badische Rote Kreuz in Karlsruhe hatten die Gründung einer Sanitätskolonne in Stetten a.k.M. nicht nur für gut geheißen und befürwortet, sondern erachteten dieses Vorhaben als dringend notwendig. Von nun an ließen diese Männer in der Sache nicht mehr locker.

Bürgermeister Sieber lud am 22. Oktober 1905 zu einer öffentlichen Versammlung, deren Vorsitz er führte, in das Gasthaus ,,Zum Halder" (,,Alemanne") ein. Bei dieser Gründungsversammlung konnte der Versammlungsleiter neben einem großen Interessenkreis vor allem auch die Bürgermeister und Gemeinderäte der Gemeinden Nusplingen, Ober- und Unterglashütte, Schwenningen, Heinstetten, Hausen im Tal, Neidingen, Storzingen und Frohnstetten begrüßen. Nach einem einleitenden Referat über Ziel und Zweck der freiwilligen Sanitätskolonne, gehalten von Dr. med. Sartori, meldeten sich spontan über 20 anwesende Männer als aktive Mitglieder an.

Beim ersten Unterrichts- bzw. Ausbildungsabend, der schon am 26. Oktober 1905 stattfand, wurde die Vorstandschaft gebildet. Von nun an wurde mit Fleiß und Aufopferung unentwegt unterrichtet und geübt, so dass die Kolonne relativ rasch gut ausgebildet war und bereits schon am 29. Juli 1906 die erste öffentliche Übung abhalten konnte. Dank der großzügigen Unterstützung seitens der Gemeinde, der Bevölkerung und dem Badischen Roten Kreuz Karlsruhe war es möglich, dass die aktiven Kolonnenmitglieder in Uniform auftreten konnten.

Die freiwillige Sanitätskolonne hatte zu diesem Zeitpunkt im Vergleich zum heutigen Mitgliederstand eine beachtliche Starke von 85 aktiven Mitgliedern erreicht. Leider konnte dieser Aufwärtstrend nicht lange gehalten werden. Der vielseitige Wechsel in der Führung und Vorstandschaft hat sich negativ ausgewirkt. Als Dr. Sartori im Jahre 1908 Stetten verließ, um eine Stelle als Bezirksarzt anzutreten, hat sich sein Nachfolger Dr. med. Mohr als Kolonnenarzt zur Verfügung gestellt. Hinzu kam die Versetzung von Hauptlehrer Noth im Oktober 1909.

Bis 1912 war Straßenmeister Kopf als Kolonnenführer tätig. Als im Jahre 1912 erneut ein Kolonnenführer gewählt werden musste, fiel die Wahl auf den damaligen Zugführer Fidel Graf, der nach dem 1. Weltkrieg in den 20erJahren bis 1932 als Bürgermeister der Gemeinde Stetten a.k.M. auch das Amt des 1. Vorsitzenden inne hatte.

Zum Einzugs- und Betreuungsgebiet der Kolonne gehörten die Gemeinden Stetten a.k.M., Nusplingen, Ober- und Unterglashütte, Frohnstetten  Storzingen, Schwenningen, Heinstetten, Hartheim (beide heute Meßstetten), Hausen im Tal, Neidingen (beide heute Beuron) und Gutenstein (heute Sigmaringen).

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